Mercedes-Benz

Probefahrt mit dem Mercedes-Benz EQC.

12. Februar 2020

Stromverbrauch kombiniert: 20,8–19,7 kWh/100 km; CO₂-Emissionen kombiniert: 0 g/km*.

Lokal emissionsfrei durch Aachen: Redakteur Oliver Knoch testet den ersten Elektro-SUV von Mercedes-Benz. Gemeinsam mit Produktexpertin Romina Köpp geht es auf Probefahrt mit dem neuen EQC. Und beide stellen fest, dass Elektromobilität mehr als nur leise, sauber und alltagstauglich ist.

Auf dem Pariser Autosalon 2016 hat Mercedes-Benz erstmals seine neue Produkt- und Technologiemarke für Elektromobilität präsentiert. Mit dem EQC steht nun das erste Mercedes-Benz Fahrzeug der Marke EQ in den Niederlassungen. Für viele Kunden – vor allem außerhalb der Innovationshochburg Aachen – ist das Fahren mit einem E-Auto noch absolutes Neuland. Entsprechend groß sind die Berührungsängste und entsprechend zahlreich die Fragen: Wie verhält sich der EQC im Alltag? Werden sich die Reichweite, die Ladezeiten und die Verfügbarkeit von Ladepunkten mit den täglichen Mobilitätsanforderungen verbinden lassen? Um das zu testen, habe ich mich in Aachen mit Romina Köpp zu einer Probefahrt getroffen. Die Produktexpertin der Mercedes-Benz Niederlassung Aachen tourt mit mir und dem EQC durch die Region, um die neue lautlose und lokal emissionsfreie Art der Fortbewegung im wahrsten Sinne zu „erfahren“.

Probefahrt mit dem EQC.

Redakteur Oliver Knoch und Produktexpertin
Romina Köpp nehmen den EQC in Aachen
unter die Lupe.

Eine Region als Treiber.

Aachen ist in Sachen Elektromobilität schon einen Schritt weiter als viele andere Regionen Deutschlands. Bereits 2011 wurde die Strategie „Elektromobilität Region Aachen“ etabliert. Seitdem nimmt die Stadt mit zahlreichen Projekten in Sachen Ladeinfrastruktur und vernetzten Mobilitäts­angeboten per E-Bus oder E-Bike richtig Fahrt auf. Hinzu kommen die in Aachen gebauten neuen E-Fahrzeuge sowie die intensive Forschung verschiedener Institute der RWTH zu dem Thema. „Aachen ist ein Hotspot der Elektromobilität“, sagt auch Corinna Bürgerhausen, Abteilungsleiterin im Vertrieb der Stadtwerke Aachen AG (siehe Interview). „Die Menschen hier setzen sich intensiv mit dem Thema auseinander und sind sehr interessiert und informiert. Das merken wir auch in unserem E-Store am Kapuzinerkarree, der sogenannten Energiemeile. Dort beraten wir rund um E-Mobilität sowie die entsprechenden Fördermöglichkeiten und bieten spontane Probefahrten mit E-Autos.“

Immer genug Power.

Die flächendeckende Versorgung mit Strom ist entscheidend für die Elektromobilität. Mercedes-Benz bietet den Zugang für die nötige Infrastruktur.

Corinna Bürgerhausen, Abteilungsleiterin im Vertrieb der Stadtwerke Aachen AG, räumt mit Ressentiments gegenüber E-Mobilität auf.

Frau Bürgerhausen, wie entwickelt sich die E-Mobilität in Aachen?

Sehr gut. Wir haben in Aachen inzwischen rund 60 Ladesäulen mit über 140 Ladepunkten, davon etwa 120 öffentlich nutzbar. Weitere kommen hinzu, hauptsächlich aber im halböffentlichen Bereich. Denn viele Studien zeigen, und das bestätigt auch unsere eigene Erfahrung, dass E-Autos vorwiegend zu Hause und am Arbeitsplatz geladen werden. Klar braucht es eine öffentliche Ladeinfrastruktur, aber ent­scheidend ist die Versorgung dort, wo das Auto lange steht.

Also in den Garagen der Kunden …

Genau. Bevor man aber eine Wallbox installiert, empfehlen wir jedem, zunächst seine Haus­installation prüfen zu lassen. In einem neuen Ein­familien­haus ist es in der Regel kein Problem, eine 3,7- oder 11-kWh-Ladestation an die Wand zu hängen. Bei älteren Häusern sollte man allein aus Sicherheitsaspekten den Anschluss prüfen lassen. Wir arbeiten dabei mit Aachener Handwerksbetrieben zusammen.

Gibt es Ihren Fördertopf für E-Autos noch?

Ja, den gibt es noch. Nur den für Pedelecs haben wir eingestellt. Dafür fördern wir jetzt Lastenfahrräder mit E-Unterstützung und weiterhin Elektro­autos, allerdings auch nur noch reine Stromer.

Welches E-Auto fahren Sie?

Privat besitze ich noch keins, da fahre ich nach Möglichkeit mit dem Fahrrad. Dienstlich sind es verschiedene und das Angebot wächst. Der neue EQC ist ja nur ein Beispiel. Wir freuen uns bei der STAWAG auch auf andere Elektrofahrzeuge.

Die Reichweite steht auf dem Heck: Über 400 Kilometer weit kommt der EQC mit einer vollen Akkuladung.

Angebote für Flotten.

Vor knapp einem Jahr hat Aachen ein weiteres Förderprojekt für den Ausbau der E-Mobilität ins Leben gerufen: Bei „ALigN“ (Ausbau von Ladeinfrastruktur durch gezielte Netzunterstützung) will die Stadt mit Unterstützung aus dem „Sofortprogramm Saubere Luft 2017–2020“ des Bundes bis Ende 2020 mehr als 900 neue Ladepunkte für Elektrofahrzeuge aufbauen. Diese sollen nicht nur im öffentlichen Raum installiert werden, sondern vor allem in halböffentlichen und privaten Bereichen. Unternehmen können sich bei der Stadt Aachen melden, wenn sie ihre Dienstflotten elektrifizieren möchten und Ladeinfrastruktur benötigen. Angesprochen sind insbesondere Handwerks­betriebe, Taxen, Pflege- und Paketdienste, die täglich eine hohe Zahl von Fahrten im Innenstadtbereich leisten. Die RWTH Aachen ist Partner in dem Projekt, in dem es neben der Ladeinfrastruktur um eine optimale Auslastung der Verteilnetze geht. Auch die STAWAG ist in das Forschungsprojekt eingebunden. „Wir haben ein Arbeitspaket, das ganz pragmatisch die Planung, den Aufbau und den Betrieb der Ladeinfrastruktur betrifft“, erläutert Bürger­hausen. „Unsere Tochtergesellschaft Regionetz kümmert sich um die Thematik der Netzauslastung und deren Steuerbarkeit.“

Durch die Nutzung von Ökostrom entfaltet der EQC sein volles CO₂-Einsparpotenzial.

Der neue smart ist da.

Verkauf in Aachen seit Januar 2020.

smart EQ fortwo: Stromverbrauch kombiniert: 16,5–14,0 kWh/100 km, CO₂-Emissionen kombiniert:
0 g/km.*

Das elektrische Zeitalter beginnt und smart geht mit einem neuen dynamischen Design, einem überarbeiteten Interieur und konsequenter Elektromobilität an den Start. Und Aachen ist natürlich vorn mit dabei: Seit November 2019 bietet die Mercedes-Benz Niederlassung Aachen alle neuen smart an: smart EQ fortwo, smart EQ fortwo cabrio und smart EQ forfour. Wer sich zum Beispiel für den smart EQ fortwo mit einer Reichweite von bis zu 159 Kilometern interessiert, erhält weitere Informationen bei den Ansprechpartnern in der Niederlassung Aachen.

So kommt der Strom ins Auto.

Für das Laden der Batterie gibt es gleich mehrere Möglichkeiten. Zu Hause bietet sich dafür die Mercedes-Benz Wallbox an. Mit dem sechs Meter langen Ladekabel, bis zu 22 kW Ladeleistung und der LED-Anzeige für den Ladestatus braucht es fürs „Tanken“ nur einen Handgriff.

Daneben bietet die innogy eBox professional eine Ladelösung für alle, die zusätzlich online von vernetzten Funktionen profitieren wollen. Über eine Smartphone-App lässt sich so zum Beispiel der Ladevorgang steuern und nachvollziehen. Wer möchte, erledigt auch die Verwaltung von Nutzern und RFID-Karten über das Smartphone. Auch ein Begrenzen der Ladeleistung für die optimale Nutzung ist möglich.

Unterwegs sorgt der Service Mercedes me Charge** europaweit für einen bequemen Zugang zu einer Vielzahl öffentlicher Ladestationen. In der Mercedes me App lassen sich unter anderem die genaue Position, die aktuelle Verfügbarkeit und der Preis an der ausgewählten Ladestation abrufen. Auch das Auffinden ist ganz einfach: Das im Fahrzeug installierte Navigationssystem kann diese bei der Routenführung berücksichtigen. An der Ladesäule erfolgt die Authentifizierung über die Anzeige im MBUX Multimediasystem, die Mercedes me App oder die Mercedes me Charge Ladekarte. Die einzelnen Ladevorgänge werden monatlich in einer übersichtlichen Rechnung zusammengestellt – ein Vertrag, eine Abrechnung pro Länderregion.

Mercedes me Charge ermöglicht auch den Zugang zu den Schnellladestationen des paneuropäischen Schnellladenetzes von IONITY. Das Unternehmen errichtet bis Ende 2020 entlang der Hauptverkehrsachsen in Europa insgesamt rund 400 Schnellladestationen. Die Authentifizierung an der Säule erfolgt genau wie bei anderen öffentlichen Ladestationen.

Lösungen für Geschäftskunden und Laden am Arbeitsplatz.

Mercedes-Benz bietet Unternehmen und Flottenbetreibern nicht nur das richtige Fahrzeug, sondern auch die richtige Ladelösung an: individuell auf die jeweilige Anforderung abgestimmt, modular und integriert, am Arbeitsplatz, zu Hause und unterwegs. Von der ersten Anfrage über die Planung bis hin zur Installation – in Zusammenarbeit mit den E-Mobility-Ladelösungspartnern stellt Mercedes-Benz Geschäftskunden einen umfassenden Service zur Verfügung. Der Kunde behält jederzeit die volle Kontrolle und Transparenz über Infrastruktur, anfallende Ladekosten und sämtliche Ladeaktivitäten.

Unser Partner für Geschäfts- und Flottenkunden: > die NewMotion GmbH

Fotos: © Oliver Knoch, © Jens Pussel, © Daimler AG

Video: © manico TV / Christian Walenzyk

* Die Werte variieren in Abhängigkeit der gewählten Sonderausstattungen. Die angegebenen Werte wurden nach dem vorgeschriebenen Messverfahren ermittelt. Die angegebenen Werte sind die ermittelten „NEFZ-CO2-Werte“ i.S.v. Art. 2 Nr. 1 Durchführungsverordnung (EU) 2017/1153. Die Kraftstoffverbrauchswerte wurden auf Basis dieser Werte errechnet. Reichweite und Stromverbrauch wurden auf der Grundlage der VO 692/2008/EG ermittelt. Stromverbrauch und Reichweite sind abhängig von der Fahrzeugkonfiguration. Weitere Informationen zum offiziellen Kraftstoffverbrauch und den offiziellen spezifischen CO2-Emissionen neuer Personenkraftwagen können dem „Leitfaden über den Kraftstoffverbrauch, die CO₂-Emissionen und den Stromverbrauch neuer Personenkraftwagen“ entnommen werden, der an allen Verkaufsstellen und bei der Deutschen Automobil Treuhand GmbH unter www.dat.de unentgeltlich erhältlich ist.

** Für die Nutzung des Dienstes Mercedes me Charge inkl. IONITY ist eine Registrierung im Mercedes me Portal sowie die Zustimmung zu den Nutzungsbedingungen für die Mercedes me connect Dienste notwendig. Zusätzlich ist eine weitere Registrierung im Mercedes me Charge User Portal und die Eingabe der Bezahlinformationen notwendig und das jeweilige Fahrzeug muss mit dem Benutzerkonto verknüpft sein. Momentan ist eine flächendeckende Abdeckung mit eichrechtskonformen Lade-und Abrechnungslösungen in Deutschland nicht sichergestellt. Dies kann in Einzelfällen u.a. zu Abweichungen in Lade- und Abrechnungsbetrag seitens des Mobilitätsdienstleisters führen. Für Fragen wenden Sie sich an die Digital Charging Solutions GmbH.